Für viele Tierheimhunde sind diese Termine eine der seltenen Gelegenheiten, ihren Zwinger zu verlassen. Sie sind oft unsicher und können ihr Glück kaum fassen. Uns gegenüber zeigen sie sich teilweise misstrauisch und fokussieren sich ganz auf die vertrauten Pfleger. Manche freuen sich wie verrückt und sind gleich aufgeschlossen und fröhlich.
Dürfen sie in den Freilauf, wird aufgestaute Energie frei, die Nase kommt endlich zu ihrem Recht und eine Verwandlung findet statt. Ist diese erste Phase vorbei, werden die Hunde ein Stück mehr „sie selbst“. Diese Veränderung zeigt viel darüber, wie sie sich anfangs möglicherweise auf einer Pflegestelle verhalten, wie schnell sie zur Ruhe kommen oder panisch werden. Werden sie uns Menschen bedrängen oder geduldig auf Ansprache warten? Weichen sie vor der Hand zurück oder suchen sie Kontakt? Versuchen sie über die Zäune des Auslaufs zu klettern? Das sind wichtige Minuten, in denen wir ganz genau hinschauen.
Sind sie dazu bereit, nehmen wir sie an die Leine, bürsten ihr Fell und schauen in Mäuler und Ohren. Dabei bleiben wir stets aufmerksam, denn wir kennen uns nicht und ein Abwehrschnappen ist legitim, wenn wir zu weit gehen. Nicht bei allen Hunden ist das möglich, aber die meisten lassen unser „kleines Programm“ zu. Es sind wichtige Momente, in denen wir erspüren und erleben, wie sich diese Hunde bei unbekannten Personen und unter Stress verhalten.
All das ist keine Garantie für ihr zukünftiges Verhalten. Aber es ist eine gute Messlatte für Kooperationsbereitschaft und Reizschwelle. Während wir uns mit ihnen beschäftigen, erhalten wir weitere Informationen von den Pflegern. Sie kennen das Verhalten der Hunde am besten. Nur weil ein Hund mit anderen im Zwinger lebt, bedeutet das nicht automatisch, dass er mit allen verträglich ist. Im Privathaushalt spielen später auch sein Ruheverhalten und die Art der Dominanz eine Rolle, mit der er Hunden unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Geschlechts begegnet.
Bei besonders friedlichen Hunden testen wir vor Ort auch direkt das Verhalten in Gegenwart der Tierheimkatzen. All das sind erste Ansätze – Basics, aus denen man versucht, einen Charakter herauszulesen und eine passende Beschreibung zu erstellen.
Fototermine schenken den Hunden Zeit und Aufmerksamkeit, die sie im normalen Tierheimalltag nur selten bekommen. Gleichzeitig haben die Pfleger durch uns die Möglichkeit, die Hunde gemeinsam mit fremden Menschen zu erleben.
In die Beschreibungen der Hunde fließen diese Momente ebenso ein wie ihr Verhalten im täglichen Umgang.
Auch im Tierheim nimmt man sich inzwischen immer häufiger Zeit für solche Aktionen. Fast täglich gibt es nun auf der Website und in der Vermittlungsgruppe bei Facebook neue Informationen und Bilder.
Wir freuen uns sehr, dass wir hin und wieder ein kleines Stück dazu beitragen können, dass diese tollen Hunde gesehen werden und eine Chance bekommen!
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Dankeschön! Janina Rathjen stellt ihre Zeit und ihre Arbeit für diese Fahrten zu 💯 Prozent und mit viel Herzblut dem gemeinnützigen Tierschutz von Caniglück zur Verfügung. 🙏
👉Wer in Cuxhaven und umzu für seinen Hund ein Shooting buchen möchte, besucht bitte ihre Website für weitere Informationen.
🛜 www.dogo-graphie.de









