Vor drei Jahren – und alles begann
Gestern vor drei Jahren besuchte ich zum ersten Mal zwei große Tierheime in Polen. Ich war Beifahrerin eines Hundetransports – und tief berührt von der Vielzahl der Hunde, die dort in Zwingern saßen. Hunde, die lieb und menschenbezogen sind und dennoch warten müssen.
Hamburg war die letzte Station unseres Transportes. Doch bis Bremen musste ich immer wieder weinen. Vor meinem inneren Auge waren all jene, die nicht mitfahren durften. Die zurückblieben. Die weiter warten mussten.
Tieren in Not zu helfen, war schon immer ein Teil unseres Lebens. Mal als Pflegestelle auf Zeit, mal in der Palliativbetreuung, mal durch endgültige Übernahme, wenn sich das Zuhause eines Tieres sprichwörtlich in Luft auflöste. Wir hatten Hunde aus dem Ausland aufgenommen und kannten auch deutsche Tierheime von innen.
Und doch ließ mich das Erlebte in Polen nicht mehr los.
Schon wenige Tage nach meiner Rückkehr war klar: Das würde nicht meine letzte Reise dorthin gewesen sein. Seitdem waren wir immer wieder vor Ort – mit der Kamera, mit Sach- und Geldspenden, mit offenen Herzen. Mit jeder Fahrt wuchs die Unterstützung, und aus dieser Entwicklung heraus entstand 2024 Caniglück Cuxhaven – ein gemeinnütziger Verein mit allen notwendigen Zulassungen für Transport, Übernahme und Vermittlung von Hunden, auch aus dem Ausland.
Es macht einen Unterschied, ob man Hunde nur von Fotos kennt – oder ob man sie selbst aus den Zwingern holt, sie bürstet, Ohren und Zähne kontrolliert und die Bilder aufnimmt, die später in der Datenbank des Tierheims erscheinen. Nähe verändert den Blick. Und Verantwortung.
Einige Hunde werden zu „Caniglücks“ und fahren mit uns in ein neues Leben. Manche auf Zeit. Manche für immer, wenn sich kein passendes Zuhause findet.
Wir wollten dem Tierschutz mehr Raum in unserem Leben geben – und haben unseren Weg durch genau diese eine Reise gefunden. Solange es uns möglich ist und ihr an unserer Seite steht, werden wir weiterhin unterstützen. Besonders jene Hunde, die alt, krank oder sehr ängstlich sind. Gerade sie profitieren von einem Leben im Haus, von einem normalen Alltag und von einer gut sozialisierten Hundegruppe, die sie freundlich aufnimmt und ihnen Sicherheit schenkt.
Unser besonderer Respekt gilt den Menschen vor Ort. Denjenigen, die täglich – ohne Filter – mit oft schweren Schicksalen von Hunden und Katzen konfrontiert sind. Die unermüdlich helfen. Und die uns jedes Mal freundlich empfangen und uns das Gefühl geben, willkommen zu sein.

























































